Sonntag, 23. August 2009

Siegerehrung

Der trübe Nieselregen macht es erforderlich, dass die Siegerehrung etwas improvisiert in der Flugzeughalle stattfinden musste. Ein Lastwagenanhänger war das Siegerpodest, dahinter an zusamengebundenen Besenstielen wurden die jeweiligen Nationalfahnen hochgezogen. Die Hymnen wurden vom Computer abgespielt. Neben den FAI-Medaillen für die Erst-, Zweit- und Drittplatzierten gab es noch ein Diplom für den jüngsten Teilnehmer (ein israelischer Copilot) und den(die ältesten) Piloten (eine englische Trikebesatzung). Außerdem noch ein Diplom für Fairness, denn der ukrainische Pilot Jakovlev hatte bemerkt, dass in der Auswertung seines Fluges ein Fehler gemacht worden ist und er versehentlich zu viel Punkte zugewiesen bekommen hatte.
Außerdem wurden noch die Team-Medaillen vergeben: 1. Tschechien, 2. Polen, 3. Großbritannien.
Insgesamt war diese Zeremonie etwas schmucklos geraten. Aber bei aller Kritik muss man stets im Auge behalten, dass die Tschechen mit einer ganz kurzen Vorbereitungszeit zurecht kommen mussten und auch nur ein beschränktes Budget zur Verfügung hatten.
Und noch ein Fazit kann man ziehen: der Boykott des französischen Verbandes, der auch schon die Weltmeisterschaft der Motorschirmflieger betraf, ist völlig ins Leere gelaufen. Es gab eine entspannte und faire Meisterschaft, bei der sehr viele Aufgaben geflogen wurden und bei der es zwar Adrenalin in Maßen, aber keine Agression gab.
Spannend ist nun, welches Land in zwei Jahren die nächste Weltmeisterschaft ausrichtet. Israel hat sich beworben, aber möglicherweise ist es klug für dieses Land abzuwarten, bis sich der aufgewirbelte Staub um die Absage der Meisterschaft in Libanon gelegt hat.

Samstag, 22. August 2009

Noch ein Protest und das Ende

Zum Schluss, gewissermaßen Sekunden, bevor die Frist abgelaufen ist, gab es noch einen Protest, dem wir diesmal stattgegeben haben. Dss polnische Team hat reklamiert, dass die Entfernungen der einzelnen Streckenabschnitte bei der letzten Navigationsaufgabe zwischen Karte und Auswertung abweichend waren. Sie hatten Recht. Deshalb musste für alle Klassen in dieser Aufgabe noch mal neu kalkuliert werden. Dadurch hat es wohl noch eine leichte Verschiebung gegeben. Dadurch hatte sch die Bekanntgabe des Endergebnisses noch mal verzögert.
Auf jeden Fall ist die Meisterschaft zu Ende und die Sieger stehen fest. Hier auf die Schnelle die Weltmeister der einzelnen Kategorien:
Dreiachster einsitzig: Jan Lukes, CZ(rechts); Trike einsitzig Alojz Dernbach, PL (links)












Dreiachser doppelsitzig: Nogueroles/Torne, SPTrikes doppelsitzig: Grimwood/Aiken, GB
Unsere Mennschaften liegen auf Platz 10 (Lüke/Walter) und 11(Wyklicky/Harsch).

Nachdem es bereits in der Nacht kurz und kräftig gewittert hat, war es am Morgen zunächst nur reichlich dunstig. Aber inzwischen macht sich ein durchdringender Dauerregen breit. Ein Wetter, fast wie im Herbst. Das bedeutet: Die Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung findet gleich in der Halle statt.

Freitag, 21. August 2009

Ein Protest

Nun also doch: das britische Team hat wegen der Wertung eines ihrer Teams bei der Aufgabe 12 einen Protest eingelegt, nachdem ihr Widerspruch vom Wettbewerbsdirektor zurückgewiesen worden war. Es ging um die Wertung eines Zeittores an einem Wendepunkt. Das Team war zwar in dem 400 Meter großen Zylinder gewesen, hatte aber nicht die Linie für das Zeittor überflogen, die genau durch die Mitte verläuft und rechtwinklig zu Kurs liegen muss.
Nach eingehender Beratung haben wir den Protest abgelehnt und dem Wettbewerbsdirektor Recht gegeben. Der britische Teamleader war überhaupt nicht glücklich über diese Entscheidung und hat mit allerhand Argumenten versucht, uns davon zu überzeugen, dass wir falsch gelegen haben. Ein zulässiger Versuch, aber vergeblich.....
Erneut ein sonniger Tag hier in Jihlava. Allerdings herrscht heute morgen noch Ruhe am Flugfeld. Mit den gestrigen Aufgaben ist die Meisterschaft zuende. Wie im Wettbewerbskalender vorgesehen, ist dieser Tag ein Reservetag. Falls die Wettbewerbsleitung genug Muße hat, soll vielleicht noch eine Experimental-Aufgabe geflgen werden. Aber bis jetzt ist noch nichts bekannt. In einer halben Stunde ist ein Briefing angesetzt.
Außerdem fehlen auch noch die Egebnisse der gestrigen Navigationsaufgaben. Dabei ist die Auswertung eigentlich nicht schwierig: die Bilder und Zeichen konnten sofort nach der Landung geprüft werden, die Analyse der Logger-Tracks dagegen dauert offenbar etwas länger.

Nahezu alle anderen Aufgaben sind inzwischen gültig geworden. Und die beste Nachricht: bis jetzt ist noch kein Protest bei der Jury eingegangen. Trotzdem ist es nicht so, dass wir hier untätig herumsitzen( dem meist funktionierenden WLAN sei Dank) ;-)

Donnerstag, 20. August 2009

Ein harter Tag

Heute werden die Piloten der Ultraleicht-Weltmeisterschaft noch einmal so richtig gefordert. Ein Navigationsflug führt sie nach Trebic. Unterwegs ist, wie üblich, die vorher angegebene Geschwindigkeit einzuhalten, Kurse zu finden und Fotos zu identifizieren.
Und natürlich ist wieder eine Ziellandung vorgesehen.


Nach einer längeren Pause in Trebic müssen auf dem Rückweg in vier verschiedenen, ein paar Quadratkilometer großen Arealen Fotos identifiziert werden. Für die Zeit zum Absuchen sind maximal 3 Minuten erlaubt. Auch das eine echte Herausforderung. So wie es aussieht, sind dann in jeder Kategorie genügend Aufgaben geflogen worden und - wenn alle Ergebnisse auch irgendwann endgültig werden - damit wäre die Meisterschaft gültig.
Heute morgen gab es am Flugplatz Jihlava Riesenlärm. Ein Segelflugzeug (Typ Blanik), ausgerüstet mit einer Düsenturbine, stand am Start. Nach einem ohrenbetäubenden Probelauf kletterte der Pilot ein, rollte los und hob ab. Der Steigwinkel war nicht schlecht, aber der Lärm ohrenbetäubend.

Mittwoch, 19. August 2009

Turn Point Hunt

Heute soll es darum gehen, mit einer begrenzten Menge Benzin zunächst eine kleine Strecke so schnell wie möglich zu durchfliegen und dann gleich anschließend so sparsam wie möglich die größtmögliche Zahl von Wendepunkten anzufliegen. Die Piloten müssen sich also entscheiden, ob es sich lohnt, bei dem Speed-Teil auf Sieg zu setzen, oder ob sie dabei lieber langsamer (und damit sparsamer) fliegen und lieber so viele Punkte wie möglich ansteuern. Und noch eine Gemeinheit ist eingebaut: Da sie nur eine begrenzte Menge Benzin haben, müssen sie sehr vorsichtig kalkulieren, damit sie auch noch mit laufendem Motor wieder zurück kommen.
Allerdings ist der ganze Prozess heute morgen etwas ins Stocken geraten, denn das Abwiegen der Benzinmengen, aber vor allem das neu Befüllen und Versiegeln der Tanks dauert offenbar länger, als gedacht. Auf jeden Fall gibt es bis jetzt noch keine Zeit für das Startfenster.
Auch die Auswertung der Aufgaben läuft ein wenig schleppend. Wir haben immer noch sehr viele "Provisonal Results". Das bedeutet, dass es immer noch Zeit für Einsprüche und danach Zeit für Proteste gibt.

Dienstag, 18. August 2009

Neue Navigationsaufgabe


Inzwischen liegen endlich die Egebnisse der ersten Navigationsaufgabe vor. Viktor und Sven haben dabei 1.000 Punkte geschafft. Und das bedeutet den ersten Platz bei dieser Aufgaben (von 22 Piloten). Michael und Wolfram konnten den 14. Platz von 18 belegen.
Heute sollten eigentlich zwei komplexe Navigationsaufgaben geflogen werden. Zunächst von Jihlava nach Jindrichuv Hradec bzw. nach Trebic. Dort war eine Pause geplant und dann der Start zur zweiten Aufgabe auf dem Rückflug. Wie man im Post von gestern sehen kann, hatte das Gewitter noch ein paar tief hängende Wolken hinterlassen. Deshalb wurde der erste Teil gestrichen und die Piloten konnten gegen Mittag unbeschwert zu den Zielflugplätzen fliegen. Dort gab es ab 15 Uhr die Aufgabenblätter und 60 Minuten Zeit zum Planen.
Bei dieser Aufgabe ging es darum, die vorher angesagte Geschwindigkeit zu halten und im Flug ein paar Marker am Boden zu entdecken, aus denen sich dann der neue Kurs ergab. Für die Einsitzer also jede Menge Arbeit. Außerdem mussten im Flug natürlich auch noch Fotos von besonderen Bodenmerkmalen identifiziert werden.
Inzwichen sind schon gut die Hälfte der Teilnehmer zurück und können endlich entspannen.

Ein Blick auf die Ergebnisse

Inzwischen gibt es auch die Möglichkeit, die bisherigen Ergebnisse auf der Wettbewerbsseite anzusehen. Den Link gibt es in der Link-Liste und natürlich HIER.

Montag, 17. August 2009

Ziellandungen für Trikes

Nachdem eine dicke Regenwolke am Platz vorbeigezogen ist, scheint wieder die Sonne. Allerdings hat der Wind gedreht und ist etwas stärker, als heute morgen. Das bedeutet für die jetzt noch angesetzte Ziellande-Aufgabe einen deutlich höheren Unterhaltungseffekt, als bislang. Für die Ein- und Doppelsitzer-Trikes soll es je zwei Runden geben. Anschließend heute Abend erneutes Briefing für die Aufgabe(n) am kommenden Tag.
Hier die Landung unserer norwegischen Freunde:

Der Wettbewerbsdirektor macht ernst und zieht ein strammes Programm durch.

In der Nacht ist ein schweres Gewitter durchgezogen. Einige Zelte sind umgeblasen worden, aber zum Glück wurde keines der Flugzeuge beschädigt.

Short take off


Bei herrlichem Wetter und schönstem Sonnenschein starteten gegen 10:30 Uhr die ersten Flugzeuge zum Navigationsflug. Beim Start aus dem 100-Meter-Deck mussten sie am Ende über ein 1 Meter hohes Flatterband kommen. Die meisten Piloten gingen kein Risiko ein und nahmen einen langen "Anlauf". Zwei schafften es aber trotzdem nicht.
Inzwischen haben sich immer dickere Wolken gebildet und es ist noch nicht ganz klar, ob das Wetter bis zum Abend stabil bleibt. Davon ist auch abhängig, ob heute noch eine weitere Aufgabe angesetzt wird. Mit bislang sieben Aufgaben sieht das Ergebnis schon ganz gut aus.
Hier ein Video von Viktor und Svens Start:

Neue Aufgaben



Heute sind die 60 Crews bei der WM wieder mal gefordert. Sie müssen eine Kombination von drei Aufgaben fliegen. Zunächst geht es darum, die Fähigkeit zu demonstrieren, auf einem kurzen Startplatz über ein niedriges Hindernis zu starten. Dazu gibt es am Ende des Startfeldes ein dünnes Flatterband. Jeder Pilot kann wählen, in welcher Entfernung von diesem "Hinderniss" er starten möchte. Je näher dran - desto mehr Punkte.
Dann geht es auf einen etwa 150 km langen Navigationskurs. Die Teilnehmer müssen eine vor dem Start angegebene Geschwindigkeit einhalten, denn sonst können sie an einem der Wendepunkte nicht die dort ausgelegten Zeichen sehen. Sie werden immer nur für 10 bzw. 20 Sekunden aufgedeckt. Außerdem gilt es, versteckte Zeichen und Fotos zu identifizieren. Das Gemeine an dieser Aufgabe ist:
1. die Zeichen und Fotos können auch neben dem Track, also der Flugbahn liegen
2. Die Fotos können auch falsch sein.
Um die Sache nicht zu einfach zu machen, bekommen die Crews genau 45 Minuten vor der Startzeit erst die Karten und Fotos ausgehändigt. Deshalb muss dann sehr schnell geplant und kalkuliert werden.
Und schließlich endet die Aufgabe mit einer Ziellandung, diesmal mit laufendem Motor.

Die Spreu trennt sich vom Weizen


Die Thermikaufgabe ist vorbei und erwartungsgemäß haben sich die excellenten Thermikflugzeuge und -piloten mit einem Schlag an die Spitze gesetzt. Der Tscheche Jan Lukes blieb mit seinem Junior 6:22:10 in der Luft und damit doppelt so lange, wie der Zweitplatzierte. Bei den Doppelsitzern waren Jurij Jakovlev und Igor Pugach mit ihrem klobigen Aeroprakt nach 5:45:41 wieder am Boden. Michael und Wolfram flogen 2:08:10 und damit Platz 13 in dieser Aufgabe.
Wer gedacht hat, das sich Trikes in der nicht sehr ausgeprägten Thermik mit 8 kg Sprit nicht so lange in der Luft halten können, sah sich getäuscht. Alojz Dernbach aus Polen konnte sich 5:11:32 oben halten. In der Doppelsitzerklasse mit 10 kg Benzin schafften es die Tschechen Petr Chvojka/Jan Lorenc 3:41:42. Viktor und Sven landeten mit1:58:06 auf dem 14. Platz.
Fehlt noch der Hinweis, dass diese Angaben noch vorläufig sind. Die Zeit für Einsprüche läuft bis heute Abend.

Sonntag, 16. August 2009

Ziellandungen

Sonnenschein, schwacher Wind auf der Bahn - besser geht's nicht für die Aufgaben des heutigen Tages. Innerhalb von knapp zwei Stunden waren alle Ziellandungen mit abgestelltem Triebwerk absolviert. Noch liegen die Ergebnisse nicht vor, aber es sieht so aus, als hätten unsere beiden Teams mindestens im 200-Punkte-Feld aufgesetzt.
Normalerweise sind Ziellandungen immer recht spektakulär. Manche Piloten heizen regelrecht auf die Schwelle zu und haben dann Mühe, innerhalb der 100 Meter zum Stehen zu kommen, andere schleichen sich mit minimaler Geschwindigkeit heran und setzen dann direkt hinter der Box-Markierung auf - oder eben doch zu früh.
Jetzt bereiten sich alle Teams auf die Thermik-Aufgabe vor. Das heißt: alle Tanks müssen geleert werden und dann werden 8 Kilo Benzin für die Einsitzerklasse und 10 Klo Benzin für die Doppelsitzerklasse eingefüllt. Damit nicht geschmummelt wird, müssen sich die Teams gegenseitig kontrollieren. Um 14 Uhr wird dann der Start für diese Aufgabe sein.

Samstag, 15. August 2009

Die erste Aufgabe


Die ersten beiden Aufgaben (Ziellandungen mit laufendem Motor exakt 4 Minuten nach dem Start) sind abgeschlossen. Inzwischen liegen bereits die Ergebnisse vor. Michael und Wolfram haben ein Mal Platz 6 und ein Mal Platz 7. Viktor und Sven ein Mal Platz 8 und ein Mal Platz 12. Offenbar ist bislang alles zur Zufriedenheit der Piloten verlaufen. Die Ergebnisse gibt es hier.
Morgen wird es erneut eine Ziellandung geben, diesmal aber mit abgestelltem Triebwerk und ohne die Zeit-Komponente. Anschließend ist eine Verbrauchsaufgabe zu fliegen. Für die Nicht-Experten: mit einer bergrenzten Menge Benzin so lange wie möglich in der Luft bleiben - also Fliegen, bis der Motor stehen bleibt.
Jetzt ist aber erst mal Party angesagt. Seit dem späten Vormittag wird ein ganzes Schwein über einem großen Grill gedreht. Ich denke, es wird inzwischen weitgehend verbrannt sein - oder ziemlich trocken.
Roland und ich haben den Nachmittag im Auto verbracht. Wir sind rund 150 Kilometer gefahren, um einige Wendepunkte zu kontrollieren. Ganz entscheidend für das Gelingen einer Meisterschaft ist es, dass die tatsächlichen Punkte am Boden (Straßenkreuzungen, Kirchen, Brücken etc) und die für die Berechnung vorgesehenen Koordinaten genau übereinstimmen. Es ist eine schwere Sünde, diese Koordinaten aus der Karte zu entnehmen. Sie stimmen in der Regel nicht. Die gute Nachricht: alle Punkte waren genau dort, wo sie nach den Koordinaten auch sein sollen. Bei der Tour in den südlichen Bereich von Jihlava sind wir durch eine wunderschöne hügelige Landschaft gekommen. Kleine Wälder, kleine Weiher, gelegentlich mal eine restaurierte Kirche oder andere historische Gebäude. Nichts für Radfahrer wegen des vielen Auf und Abs, aber für einen kleinen Ausflug schon geeignet.

Eröffnung


Schmucklos und schlicht, aber trotzdem angemessen wurde heute die 12. Ultraleicht-Weltmeisterschaft eröffnet. Eine kurze Rede des Vorsitzender der tschechischen UL-Flieger, Vorstellen aller Offiziellen, formelle Eröffnung im Namen der FAI durch mich als Jury-Präsident, dann noch die Nationalhymne des Gastlandes. Das war's auch schon. Vorher hatten Fallschirmspringer die FAI- und die Tschechische Flagge gebracht und die Nationen waren im Gänsemarsch vor den Haupthangar marschiert.
Jetzt waren alle darauf, dass die erste Aufgabe gestartet werden kann. Das Wetter ist hervorragend. Kein zu starker Wind, ein paar Wolken, angenehm warm. Heute soll es zwei Ziellandungen mit laufendem Triebwerk geben. Um die Sache ein wenig schwieriger zu machen, müssen die Piloten den Beginn des Landedecks genau 4 Minuten nach dem Start überfliegen. Und natürlich im 250-Punkte-Feld landen.
Roland und ich werden uns das Spektakel erst mal nicht anschauen, sondern versuchen, einige der Wendepunkte zu verifizieren. In den vergangengen Jahren waren die Koordinaten der Wendepunkte hin und wieder der Karte entnommen und nicht exakt vor Ort gemessen worden. Das hat zu viel Ärger geführt und gefährdet unter Umständen die Gültigkeit der Aufgabe.
Hier noch ein kurzes Video von der Eröffnung:

Freitag, 14. August 2009

General Briefing

Vorhin war das erste Briefing - erstaunlich kurz - kaum Fragen - keine Einwände. So hat man's gerne. Ob es dabei bleibt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Die Meisterschaft ist zwar nicht gerade super besetzt, aber mit insgesamt 60 Flugzeugen ist die Teilnahme trotz des französischen Boykotts doch noch zufriedenstellen. Die gute Nachricht: alle Klassen werden auch gültig gewertet, denn es sind ausreichend Teams vertreten. Auch in der stets problematisch Klasse der Dreiachs-insitzer sind sieben Piloten aus fünf Nationen angetreten. Zweitgrößte Gruppe sind die doppelsitzig geflogenen Dreiachser mit 19 Teams aus 11 Nationen. Außerdem sind 11 Einsitzer-Trikes aus sechs Ländern gemeldet und die größte Gruppe sind - wie oft - die doppelsitzigen Trikes mit 23 Maschinen aus neun Ländern.

Vor dem Beginn


Heute ist Freitag und die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir sind gestern hier eingetroffen, haben unser Quartier bezogen und noch ein schnelles tschechische Budweiser getrunken. Trotz ausgesprochen harter Matratze war es eine angenehme Nacht.
Der Flugplatz ist etwa 2 Kilometer außerhalb der Stadt auf einer kleinen Hochebene. Ein schöner großer Grasplatz mit ausreichend langer Start-und Landebahn.
Knapp eine Stunde vor uns ist Roland Schneider mit seiner FrauJutta in Jihlava eingetroffen. Er wird so etwas wie ein Trainee sein. Denn vor allem bei den Meisterschaften dieses Jahres wurde deutlich, dass es nicht genug Kandidaten für die offiziellen Jobs gibt. Sie sollen auf jeden Fall Erfahrung als aktiver Wettbewerbsteilnehmer, Teamchef oder Organisator einer solchen Meisterschaft mitbringen und es ist natürlich gut, wenn die verschiedenen Delegierten der CIMA ein solches Gesicht auch mal gesehen haben.
Nach einem kleinen Frühstück am Platz haben wir uns den Offiziellen des Veranstalters vorgestellt und uns das Fiegerlager angesehen. Unser Deutsches Team ist natürlich schon da. Viktor hat einen "kleinen Umweg" gemacht, um hierher zu kommen. Er ist von Süddeutschland aus über Dändemark, Schweden, Finnland und die baltischen Staaten hierher geflogen! Mehr über seinen Reisebericht in einem der nächsten DULV-Infos.
Jury und Stewards sind nahezu komplett anwesend. Jan van der Heyden ist gestern abend ebenfalls angekommen (mit dem Fieger aus Holland) und Tom Gunnarson wird heute hier eintreffen. Gehard Gerecht aus Luxemburg als Steward ist schon seit Anfang der Woche aktiv und berät die Wettbewerbsleitung.
Heute wird eine kleine Testaufgabe gestartet und danach wollen wir uns mit den Verantwortlichen zusammensetzen und die übliche Jury-Checkliste durchgehen. Gut, dass es dafür ein Handbuch gibt.

Sonntag, 9. August 2009

Vorbereitung


Es ist mal wieder so weit: die wettbewerbsinteressierte Gemeinder der UL-Flieger in Europa und der Welt schaut nach Jihlava, einer kleinen Stadt zwischen Prag und Brünn. Dort werden in der dritten Augustwoche die Weltmeisterschaften der UL-Flieger in den klassischen klassen, also trike und Dreiachser ausgetragen.
Unsere Farben werden von einem sehr kleinen Team vertreten. Viktor Wyklicky und Sven Harsch gehen mit einem Trike (Eagle) an den Start, Wolfram Walter und Michael Lüke mit einem aerodynamisch gesteuerten UL (C 42).
Mit dabei ist auch Roand Schneider. Er wird diese Meisterschaft dazu nutzen, in die Aufgaben eines "Offiziellen" hineinzuwachsen. In den letzten Jahren ist nämlich ein deutlicher Mangel an erfahrenen UL-Fliegern entstanden, die zwar das Wettbewerbsgeschäft verstehen, aber selbst keine Ambitionen zum Mitfliegen haben und deshalb als Monitor (prüft vor der Meisterschaft, ob die Vorbereitungen auch wie versprochen laufen), Steward (internationaler Helfer des Wettbewerbsdirektors) Jury-Mitglied (Schiedsgericht), zur Verfügung stehen können. Gerade in diesem Jahr war die Suche nach Offiziellen besonders schwierig.
An dieser Stelle werde ich versuchen, neben meiner Aufgabe als Jury-Präsident alle interessierten Leser über das Geschehen in Jilhava auf dem Laufenden zu halten.
Kommentare und Fragen sind natürlich willkommen.